– und mit ihnen verändern sich nicht nur äußere Umstände, sondern auch die Menschen selbst, ihre Perspektiven, ihre Werte und ihre Entscheidungen. Wer bewusst durchs Leben geht, erkennt früher oder später, dass Veränderung kein Bruch ist, sondern ein fortlaufender Prozess. Ein Prozess, der nicht immer leicht ist, der Höhen und Tiefen mit sich bringt, der aber dennoch einen unschätzbaren Wert hat. Denn jede einzelne Erfahrung – ob positiv oder herausfordernd – formt den eigenen Charakter und die eigene Haltung.
Ich blicke auf meinen Weg mit genau dieser Haltung zurück: Es gab Momente, die nicht einfach waren, Zeiten, die vielleicht von außen betrachtet schwierig oder belastend erschienen. Und dennoch gibt es keinen einzigen Abschnitt, den ich missen möchte. Jede Erfahrung hat dazu beigetragen, mich zu der Person zu machen, die ich heute bin. Dieses Bewusstsein schafft nicht nur Akzeptanz, sondern auch eine gewisse innere Ruhe und Klarheit.
Gleichzeitig beobachte ich, wie sich vieles in dem Bereich, in dem ich tätig bin, stark verändert hat. Was früher oft mehr von Miteinander, Vertrauen und einem gewissen Zusammenhalt geprägt war, wirkt heute an vielen Stellen härter, schneller und egoistischer. Viele sind nur noch für sich unterwegs, schauen in erster Linie auf den eigenen Vorteil und verlieren dabei manchmal das Gefühl für das große Ganze.
Für mich war und ist jedoch eines immer zentral geblieben: Teamwork. Ein gutes Team kann unglaublich viel tragen. Es kann auffangen, motivieren, stabilisieren und gemeinsam Dinge erreichen, die alleine oft gar nicht möglich wären. Das gilt nicht nur für meine Welt, sondern für jeden Bereich im Leben. Ein starkes Team ist oft der Unterschied zwischen kurzfristigem Erfolg und etwas, das wirklich Bestand hat.
Und trotzdem bleibt immer die Frage: Was ist Erfolg eigentlich? Für den einen ist es Geld, für den anderen Freiheit, für wieder andere Beständigkeit oder Anerkennung. Aber wenn man ehrlich ist, stellt sich die Frage noch viel tiefer: Sind es teure Uhren, teure Taschen, teure Autos? Ist es wirklich relevant, solche Dinge zu besitzen? Ist das Erfolg – oder ist es nur ein Bild von Erfolg, das nach außen getragen wird?
Viele sprechen davon, dass es ihnen nicht um Profit geht – aber wenn man ehrlich ist, möchte jeder, der etwas aufbaut, irgendwann auch davon leben können. Und das ist auch völlig legitim. Doch zwischen „davon leben können“ und einem Leben, das sich nur noch um äußeren Status dreht, liegt ein großer Unterschied. Für mich ist Erfolg nicht das, was man zeigen kann – sondern das, was man für sich selbst vertreten kann.
Es gibt viele Wege, dorthin zu kommen. Manche arbeiten mit festen Kosten oder Mieten, andere mit prozentualen Beteiligungen am Umsatz. Jeder Ansatz hat seine Vor- und Nachteile. Fixe Kosten bedeuten Planungssicherheit, aber auch Druck – unabhängig davon, ob man verdient oder nicht. Prozentuale Modelle nehmen diesen Druck oft raus, bringen aber wiederum eine Beteiligung am eigenen Umsatz mit sich. Am Ende muss jeder für sich entscheiden, welches Modell besser zur eigenen Lebensweise und zum eigenen Gefühl passt.
Und selbst die, über die viel geredet wird, sind oft noch da – was bedeutet, dass sie auf ihre Art funktionieren.
Was mir dabei jedoch immer wieder auffällt, ist nicht nur, wie oft über Kolleginnen und andere Studios gesprochen wird, sondern vor allem wie darüber gesprochen wird. Es wird bewertet, verglichen, eingeordnet – oft vorschnell und ohne wirklich zu verstehen, was dahintersteckt.
Doch genau hier wird häufig etwas Entscheidendes vergessen: Es muss kein persönliches Problem mit einer bestimmten Person oder einem bestimmten Studio sein, nur weil es für einen selbst nicht passt. Nur weil man selbst etwas anders sieht oder anders lebt, bedeutet das nicht, dass der andere Weg falsch ist.
Jede Kollegin hat ihren eigenen Weg. Jedes Studio hat sein eigenes Konzept. Und beides hat seine Berechtigung.
Ich nehme mich da selbst nicht aus. Auch ich habe schon bewertet, verglichen oder Dinge hinterfragt, die mir nicht entsprochen haben. Aber wenn ich ehrlich bin, weiß ich heute, dass genau das nicht der richtige Ansatz ist.
Vielleicht wäre es besser, wenn wir alle an dieser Stelle ein Stück professioneller denken würden. Weniger reden, weniger urteilen, weniger vergleichen – und stattdessen mehr akzeptieren, dass Vielfalt auch Stärke sein kann.
Dazu gehört für mich auch ein weiterer wichtiger Gedanke: Wir alle haben vor der jetzigen Zeit bereits Erfahrungen gesammelt. Wir haben verschiedene Studios gesehen, verschiedene Kolleginnen kennengelernt, unterschiedliche Wege erlebt. Und ja – es gab sicherlich Situationen, die uns nicht gefallen haben. Dinge, die für uns nicht gepasst haben.
Aber gleichzeitig waren wir dort. Das darf man nicht vergessen. Also kann es gar nicht nur schlecht gewesen sein. Und noch wichtiger: Es gibt andere Menschen, für die genau diese Orte, diese Wege und diese Menschen passen. Nicht alles muss für jeden gleich sein.
Und genau hier möchte ich noch etwas hinzufügen, das mir persönlich sehr wichtig ist: All die Studios, in denen ich zuvor war, haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich kann heute mit Stolz sagen, dass ich genau dort, in diesen vorherigen Stationen, die Möglichkeit hatte, mich zu entwickeln, zu wachsen und mich selbst zu finden.
Ich bin dankbar für diese Zeit – wirklich dankbar.
Auch wenn sich Wege irgendwann trennen, aus ganz unterschiedlichen Gründen: Lebensumstände, persönliche Entwicklungen, Veränderungen im Denken oder einfach, weil es an der Zeit ist, weiterzugehen. Das gehört dazu.
Aber was für mich zählt, ist, dass man sich trotz allem in die Augen schauen kann. Dass kein böses Blut bleibt. Dass man sich gegenseitig respektiert und anerkennt, was man gemeinsam hatte und erlebt hat.
Denn genau das zeigt Größe.
Und genau das zeigt auch, dass beide Seiten verstanden haben, dass jede Begegnung ihren Wert hatte – unabhängig davon, wie lange sie gedauert hat.
Und bei all dem, was immer wieder verglichen wird – welches Studio hat die bessere Ausstattung, wer hat mehr, wer hat das Neueste – sollte man vielleicht eines nicht vergessen: Am Ende des Tages macht nicht der Raum die Situation aus.
Natürlich ist es schön, wenn ein Raum durchdacht, hochwertig und stimmig eingerichtet ist. Das kann eine Atmosphäre schaffen, die unterstützt und trägt. Aber der Raum ist nicht das Entscheidende.
Am Ende sind es immer zwei Menschen, die aufeinandertreffen und ihre Vorlieben miteinander ausleben. Und genau diese Verbindung, dieses Gefühl, dieses Miteinander – das ist das, was wirklich zählt.
Die Person, mit der man diese Zeit verbringt, ist das Wertvollste an allem.
Manchmal braucht es gar keinen perfekt ausgestatteten Raum. Für manche Situationen, für manche Menschen ist das gar nicht notwendig. Wenn die Energie stimmt, wenn das Vertrauen da ist, wenn beide sich aufeinander einlassen können – dann funktioniert es überall.
Ob in einem Studio, in einem Hotel, in einer anderen Stadt oder sogar in einem anderen Land – wenn es zwischen zwei Menschen passt, dann passt es. Und dann wird genau daraus das Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.
Und ich glaube, genau das ist am Ende das, was wirklich zählt.
Ich finde es schwierig, alles immer nur negativ zu sehen. Denn am Ende sind wir genau das, was wir heute sind, durch die Erfahrungen, die wir gemacht haben – durch die guten wie durch die weniger guten.
Das ist mein Denken.
Und das bin ich.
"Ich bin der sinnliche Teufel mit zwei Gesichtern. Der Teufel führt dich an deine Grenzen, doch der Engel wird dich sanft auffangen. Seit über 20 Jahren lebe ich BDSM aus. BDSM ist nicht mein Job, sondern mein Lebenselixier. Es ist für mich wie die Luft zum Atmen. Ich brauche es zum Leben. BDSM ist meine Leidenschaft, welche dir Leiden schafft."
LADY NASTASIA - [email protected] / CH - Tel.: +4176 823 01 18